Ravinder Bhogal widersetzte sich der kulturellen Tradition, jung zu heiraten. Stattdessen verfolgte sie ihren Traum, einen Berufsabschluss zu erwerben. Später wurde sie aufgrund ihrer Liebe zum Kochen und zum Service Restaurantfachfrau. Heute besitzt sie “Jikoni”, ihr eigenes Restaurant im Londoner Stadtteil Marylebone, wo sie mit Liebe und Leidenschaft kocht und Menüs kreiert.

Über ihre Schönheit…

“Die schönsten Menschen, die ich je getroffen habe, sind die, die sich selbst bejahen und ihre Eigenheiten in Ordnung finden. Durch Ticks und kleine Makel werden sie sogar noch schöner, das macht das Individuelle einer Person aus.”

Ravinder
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Manchmal vergisst man, glaube ich, dass es mehrere Milliarden Menschen auf der Welt gibt. Man kann sich sehr allein gelassen fühlen, als ob man der Einzige wäre, der etwas Bestimmtes durchmachen muss. Wenn man sich aber öffnet und mitbekommt, was andere Menschen schon durchgemacht haben, wenn man mit ihnen darüber redet, gibt einem das unglaublich viel Kraft.

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Über ihr Make-up...

Mein Look am Set ist ziemlich anders als der, den ich im Alltag habe. Am ersten Tag habe ich der Visagistin beim Schminken gesagt “Genau jetzt würde ich Eiweiß schlagen”. Also, das Leben am Set ist schon sehr anders. Was Schönheit betrifft, das ist etwas, das tiefer reicht. Es geht nicht nur um die körperliche Schönheit, sondern auch darum, was man schon erlebt hat und dass man dankbar dafür ist.

Über ihre Erfahrungen als Restaurantfachfrau…

Ich war die erste von vier Schwestern, die zur Uni gegangen ist. Ich kam aus einer sehr strenggläubigen Familie: Wenn du 20 wurdest, warst du verheiratet und vorher schon verlobt gewesen. Ich und meine Schwestern sind altersmäßig weit auseinander und ich musste ziemlich viel kämpfen, um mein Leben so leben zu können, wie ich wollte.

Als ich meine ersten Räumlichkeiten erwarb, hat man mich ziemlich ausgelacht. Trotzdem habe ich einen Zeichner damit beauftragt, genau das zu zeichnen, was ich mir für das Restaurant vorgestellt hatte, wie es auszusehen und sich anzufühlen hatte. Ich hatte es mir so oft bildlich vorgestellt. Die Zeichnung hängt jetzt im Restaurant Jikoni an der Wand und manchmal wirft es mich immer noch um, wie genau das Bild mit der Realität übereinstimmt. Daher glaube ich fest an die Kraft der Visualisierung. Man muss sich bildlich vorstellen, was man machen und wo man sein will. Dann hat man sozusagen eine Roadmap, wie man dorthin kommt.